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Russisch-orthodoxe Musik zum Trinitatisfest


Seit vielen Jahren sehe ich eine Affinität der Musik der Ostkirche zu unserer katholischen Kirchenmusik, die in einer gemeinsamen spirituellen Wurzel liegt. Dies wurde mir vor etlichen Jahren bewusst, als ich nach einem Chorkonzert in der serbisch-orthodoxen Kirche in Zürich tief ergriffen nach Hause ging und darüber nachsinnte, warum wir keine solchen Musikschätze besitzen – bis mir einfiel, dass das gar nicht stimmte! Den Rest des Abends verbrachte ich mit dem Anhören von Josquin- und Palestrina-Messen…

Ich freue mich sehr darauf, am kommenden Sonntag, 27. Mai zum Trinitatisfest mit unserem Vokalensemble die drei Cherubinischen Gesänge von Pjotr Ilitsch Tschaikowsky (1840 – 93) im Gottesdienst aufzuführen. Tschaikowskys beachtliches kirchenmusikalisches Schaffen steht demjenigen Rachmaninows zwar an Bekannheit, nicht jedoch an Qualität nach. Grund dafür ist dessen schwierige Rezeptionsgeschichte: Unter den Sowjets, denen alles Religiöse suspekt war, wurde der Fokus auf Tschaikowsky, den Komponisten berühmter Ballette, Opern, Symphonien und Klavierwerke gelegt; die Orthodoxe Kirche ihrerseits steht dem Komponisten wegen seiner Homosexualität kritisch gegenüber.

In der orthodoxen Liturgie wird der Cherubinische Hymnus (Izhe Cheruvimy) zur Gabenprozession vom Kirchenschiff in den Altarraum gesungen. Der Gesang evoziert die Cherubim-Engel, die der Dreifaltigkeit das Trishagion (Dreimalheilig) zusingen. Dieses kennen wir Katholiken u.a. aus den Improperien an Karfreitag. Der Cherubinische Hymnus ist dreistrophig aufgebaut, mit abschliessendem Halleluja. Alle drei Vertonungen von Tschaikowsky beginnen sehr langsam und meditativ und weisen die der orthodoxen Musik so typische schlichte Harmonik, lange Melodiebögen und nuancierte Dynamik auf. Die dritte Strophe, in welcher der triumphale Empfang des Himmelsfürsten besungen wird, ist jeweils bewegter und leitet in einen mehr oder minder kräftigen Halleluja-Teil über. Tschaikowsky, der von einem Teil seiner Zeitgenossen als der „Westler“ unter den russischen Komponisten gebrandmarkt wurde, bleibt dem Idiom der östlichen Kirchenmusik treu, wobei sich hie und da Anklänge an deutsch-romantische Chormusik (etwa im zweiten Gesang) bemerkbar machen. Deshalb hat es sich für uns angeboten, für das Ordinarium am kommenden Sonntag Teile aus der Deutschen Messe von Franz Schubert (1798 – 1828) auszuwählen.

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Phänomenales Konzert mit Flötist Dieter Flury


Die voll besetzte Kirche liess es erahnen: Mit Dieter Flury, dem in Küsnacht aufgewachsenen ehemaligen Soloflötist der Wiener Philharmoniker kehrte am vergangenen Sonntag, 11 Februar einer der ganz Grossen konzertierend in seine Heimatgemeinde zurück. Begleitet von Kantor und Hauptorganist Joachim Schwander an der grossen und kleinen Orgel präsentierte Flury ein Programm, welches das Publikum gleichermassen verwöhnte wie herausforderte. Den Rahmen des Rezitals bildeten die zwei Flötensonaten h-Moll und e-Moll von Georg Friedrich Händel sowie die C-Dur-Sonate von Johann Sebastian Bach, denen die Interpreten das Maximum an Abwechslungsreichtum und gestalterischer Phantasie abgewannen.

Das Kontrastprogramm steuerte ein anderer zu internationaler Prominenz gelangter Küsnachter bei: der im letzten Oktober verstorbene Klaus Huber. Sein Orgelchoral „In te domine speravi“ und das Flötensolostück „… ein Hauch von Unzeit“ sorgten für einige überraschte Gesichter in dem scheinbar in zeitgenössischer Musik wenig erfahrenen Publikum. Der frenetische Applaus am Ende des Konzerts und die vielen positiven Rückmeldungen liessen jedoch vermuten, dass die Faszination für die ungewohnten Klänge die Irritation überwog.

Einen besonderen Reiz, aber auch eine Herausforderung stellen für den Interpreten die Anwesenheit des Komponisten eines der gespielten Werke dar. Der mit Flury befreudete Zürcher Organist und Komponist Theo Wegmann wohnte der Aufführung seines Stücks ‚Mantra‘ für Flöte und Orgel bei und konnte beim anschliessenden Apéro im Pfarreizentrum Komplimente zu seinem gelungenen Stück entgegennehmen sowie den interessierten Konzertbesucherinnen und -besuchern einzelne Fragen dazu beantworten.

Ich möchte allen für diesen gelungenen Abend Verantwortlichen herzlich danken: Allen voran dem Star dieses Abends, Dieter Flury; dem Sakristan Mato Stipic und dem Helferteam aus der Kantorei St. Georg; ganz besonders aber dem treuen Publikum, das uns so zahlreich beehrte.
Kantor Joachim Schwander

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Küsnacht hat einen neuen Kantor – Exklusivinterview mit Tiziana Ballabio


Nachdem Andreas Gut per 1. Februar die Pfarrei und somit auch die Musik St.Georg verlassen hat, ist es hocherfreulich, dass nun ein neuer Kantor angestellt wurde. Dabei handelt es sich um Joachim Schwander. Nach einer Übergangsphase im Teilzeitpensum wird er per Mai alle Aufgaben eines Kantors inklusive der Leitung der pfarreilichen Chöre übernehmen. In einem Exklusivinterview mit Tiziana Ballabio gibt er uns einen  Einblick in sein Leben und seinen bisherigen Werdegang.

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Musikalisch rund, zugänglich, fassbar – neue Psalmvertonungen


Interview mit Andreas Gut
Erstveröffentlichung in: Musik und Liturgie, Fachzeitschrift des Schweiz. kath. Kirchenmusikverbandes SKMV. Ausgabe 6//2016. ISSN 1660-8135


Das Interview mit Andreas Gut führte Martin Hobi
Das Interview als PDF downloaden

In der katholischen Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach ZH ist es seit Jahren selbstverständlich: Der Kantorendienst. In kirchgemeindeinternen, sehr ansprechend gestalteten Publikationen werden regelmässig zur Fasten- und zur Weihnachtszeit die entsprechenden Antwortpsalmen sowie auch Meditationen und Gebete aufgelegt. Schöpfer dieser Psalmen ist der Küsnachter Kirchenmusiker Andreas Gut, der vor wenigen Wochen als Domkapellmeister nach St.Gallen gewählt wurde. «Musik und Liturgie» sprach mit ihm über dieses in der Schweiz nicht selbstverständliche Engagement (mh).

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«Sein Traum ist wahr geworden»


Zürichsee-Zeitung Bezirk Meilen, Donnerstag, 17. November 2016
Text: Maria Zachariadis  /  Bild: Moritz Hager

KÜSNACHT  |  19 Jahre hat der Kantor und Organist Andreas Gut für die Kirchenmusik in Küsnacht gearbeitet und sie geprägt. Im Februar 2017 wechselt er als Domkapellmeister nach St. Gallen – ein schmerzlicher Personalabgang für die Pfarrei.

Seine Vorgesetzten und die anstellende Behörde der Katholischen Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach lassen Andreas Gut nur ungern ziehen. Der Pfarreibeauftragte Matthias Westermann sieht den Weggang mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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Allerheiligen – Festgottesdienst, Sonntag, 1. November 2015 um 10.30 Uhr


Vokalensemble „Ensemble Bleu“
Stephen Jackson (*?) Let all mortal flesh keep in silence
Herbert Howells (1892-1983) I heard a voice from heaven
Ralph Vaughan Williams (1872-1958) Let all the world in every corner sing
Charles Villiers Stanford (1852-1924) Justorum animae; I heard a voice from heaven

Emanuele Jannibelli Orgel
Kantor Andreas Gut Leitung

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Allerseelen – Gedenkgottesdienst mit Kantorei St. Georg


Montag, 2. November 19h Allerseelen – Gottesdienst
im Gedenken an die Verstorbenen

Dimitri Bortniansky (1751-1825) Tebje Pajom
Charles Gounod (1818-1893) Messe brève aux chapelles (Auszüge)
Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) Requiem d-moll (Auszüge)
Johann Baptist Hilber (1891-1973) Diffusa est gratia

Kantorei St. Georg
Emanuele Jannibelli, Orgel
Kantor Andreas Gut, Leitung

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I heard a voice from heaven – Chorkonzert


Die Chormusik der Kirchen Englands spricht an, berührt, besticht durch schöne Melodien, ausdrucksstarke Harmonien, zeigt sich teils bescheiden, teils königlich selbstbewusst, gestaltet sich mal kraftvoll, mal innig, gelassen oder auch virtuos, sie wirkt durch ihre Klarheit, Schlichtheit oder ihre modal-expressionistische Fülle.
Das Vokalensemble «Ensemble Bleu» realisiert gemeinsam mit Stiftsorganist Wolfgang Sieber der Hofkirche Luzern ein Konzertprogramm von klangschöner und ansprechender Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts zum Ende des Kirchenjahres.

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Romantische Cäcilienmesse – Christkönigssonntag, 22. November 2015


Am Sonntag, 22. November, im Gottesdienst um 11.30 Uhr, feiert die Gemeinde der Katholischen Kirche St. Georg in Küsnacht den Christkönigssonntag und den Gedenktag der Weihe der Kirche. Es trifft sich, dass der Gedenktag der Heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, just auf diesen speziellen Tag fällt. Aus diesem dreifachen Anlass erfährt der Festgottesdienst dieses Jahr eine besonders aufwendige musikalische Gestaltung: Neben einer Reihe musikalischer Leckerbissen bildet die Cäcilienmesse für vierstimmigen Chor, Bläser und Orgel von Josef Venantius von Wöss (1863-1943) den musikalischen Schwerpunkt dieses Gottesdienstes.

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