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Tag: Solisten

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Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium


Sa. 7. Januar um 18h und So. 8. Januar um 16h in der Katholischen Kirche Küsnacht
PDF-Flyer: Weihnachtsoratorium von J.S. Bach


Johann Sebastian Bach (1685-1750) schreibt 1734 sein Weihnachtsoratorium als quasi klingende, barocke Weihnachtsgeschichte. Ein Erzähler (Evangelist) berichtet singend von der Volkszählung durch Kaiser Augustus, der Reise von Maria und Josef nach Bethlehem, der Geburt im Stall, den Hirten auf dem Felde, denen die Engelscharen in der Nacht überraschend erscheinen, dem Besuch der Hirten im Stall von Bethlehem und den Weisen aus dem Morgenlande. Die Arien und Rezitative der Solistinnen und Solisten beschreiben und deuten die Geschehnisse von Weihnachten anschaulich. In den Chorälen äussern sich quasi die Konzertbesucher (damals Gottesdienstbesucher) zu den in Rezitativen und Arien beschriebenen Ereignissen. Grossangelegte, prachtvoll-strahlende Chöre eröffnen und beschliessen jeweils jeden der sechs Teile des Oratoriums.

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Messe von Otto Nicolai (1810-1849) mit Kantorei St. Georg am Ostersonntag


(Gerd Stricker) Die Kantorei St. Georg bietet in der Ostermesse am 5. April um 10.30 Uhr in der Katholischen Kirche Küsnacht wieder etwas Besonderes: die Messe in D-Dur von Otto Nicolai (1810-1849), von dem im allgemeinen nur seine Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ bekannt ist (Uraufführung 1849 in Berlin) Seine italienischen Opern, drei Symphonien und vier Orchesterwerke, Chorwerke und seine zahlreichen Lieder werden nur selten aufgeführt – das gilt auch für seine 15 geistlichen Werke (wie die Messe in D-Dur). In Wien wird Nicolai bis heute verehrt, weil auf ihn die Anfänge der „Wiener Philharmoniker“ zurückgehen.

Otto Nicolai wurde 1810 im ostpreussischen, heute russischen Königsberg (Kaliningrad), der Stadt Emmanuel Kants und E.T.A. Hoffmanns, geboren. Vor seinem gewalttätigen Vater floh er nach Berlin, wo sich Carl Friedrich Zelter (1758-1832) seiner annahm, der damals im Berliner Musikleben eine wichtige Rolle spielte.

1830 trat Nicolai erstmals als Komponist hervor – auch seine „Messe in D-Dur“, die 1832 im damals preussischen Posen (heute Poznań/Polen) uraufgeführt wurde. Nicolais bewegtes Leben führte ihn 1834 nach Rom und 1838 bis 1841 nach Turin. In Wien wirkte er seit 1841 als Opernkapellmeister. 1847 wurde er als „Königlich preussischer Musikdirektor“ nach Berlin berufen, wo er – noch nicht einmal 39-jährig – kurz vor der Uraufführung der „Lustigen Weiber von Windsor“ an Gehirnblutung starb.

Nicolai war Protestant, liebte aber die katholische Kirchenmusik. Seine Bemühungen, im katholischen Umfeld (Wien) längerfristige Anstellungen zu finden, waren nur zeitweise von Erfolg gekrönt. Dem Protestanten Otto Nicolai fehlte der katholische „Stallgeruch“, dagegen besticht seine Affinität zur italienischen Oper. Diese wunderschöne Messe bietet streckenweise ein ungewohntes Hörerlebnis, weil Nicolai Harmonien, Akkorde und Tonfolgen einsetzt, die in „klassischen“ Messen nicht üblich waren. Sehr eindrucksvoll ist es, wenn Solisten und Chor passagenweise parallel, also achtstimmig, singen. – Ende 1844 unterzog Nicolai seine „Messe in D-Dur“ einer weitreichenden Überarbeitung, die 1845 in Wien uraufgeführt wurde. Diese Wiener Fassung kommt Ostern in der Küsnachter Pfarrkirche zu Gehör.

Solisten: Marion Amman, Sopran; Barbara Schröder, Alt; David Munderloh, Tenor; Markus Oberholzer, Bass; Emanuele Jannibelli, Orgel.

Unter Leitung von Kantor Andreas Gut musizieren die Kantorei St. Georg und Orchester.

www.musik-st-georg.ch

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Haydn’s Nicolaimesse zu Weihnachten in St. Georg


In der Mitternachtsmesse am 24. Dezember (23 Uhr) und im weihnachtlichen Festgottesdienst am 25. Dezember (11 Uhr) bringt die Kantorei St. Georg in der Katholischen Kirche St. Georg Küsnacht die Nicolaimesse von Joseph Haydn (1732-1809) zu Gehör, die vermutlich am 6. Dezember 1772 – zum Namenstag von Joseph Haydns Mäzen, Fürst Nikolaus Esterházy – uraufgeführt wurde.

Diese liebliche Pastoralmesse passt besonders gut in die Weihnachtszeit. Das sanft wiegende „Kyrie“ stimmt auf den ruhigen Charakter der Messe ein, in der sich Chor und Soloquartett etwa gleichwertig die musikalischen Aufgaben teilen. Jubelnd stimmt der Chor dann das „Gloria“ an, das durch ein eindrucksvolles Sopransolo „Gratias agimus“ unterbrochen wird. Das „Et incarnatus est“ im „Credo“ bietet ebenfalls wunderschöne Solo-, insbesondere Tenorpartien. Mit Hosanna-Rufen beendet der Chor das herrliche „Benedictus“, in dem alle Solisten gleichwertig zum Einsatz kommen. Wie das im 18. Jahrhundert gängige Praxis war, nimmt das abschliessende „Agnus Dei“ wieder Passagen des „Kyrie“ auf. (Dr. Gerd Stricker)

Kantorei St. Georg und Orchester

Sonja Leutwyler, Sopran (Küsnachter Kulturpeisträgerin)

Barbara Schroeder, Alt

Felix Rienth, Tenor

Thomas Weiss, Bass

Kantor Andreas Gut, Leitung

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Mozart Requiem in zu kleiner Kirche


Auf grosses Interesse stiessen die Aufführungen des Mozart Requiems am 1. und 2. November 2014 in St. Georg. Näher zusammenrücken oder gar dem Konzert stehend lauschen wurde am Sonntag dem Publikum abverlangt. Der nicht endenwollende Schlussapplaus zeigte jedoch, dass die wundervolle Musik Mozarts die Zuhörer die Unannehmlichkeiten für die Dauer des Konzertes vergessen liess. Grossen Dank dem grossartigen, zahlreichen Konzertpublikum!

Der Chor überzeugte durch beseelte, konzentrierte und dennoch leidenschaftliche Gestaltung des teils dramatischen, teils lyrisch-innigen Requiem-Textes. Grosse Begeisterung durften auch die vier Solisten, Maria C. Schmid Sopran, Antonia Frey Mezzosopran (die für die erkrankte Küsnachter Kulturpreisträgerin Sonja Leutwyler kurzfristig eingesprungen ist), David Munderloh Tenor und Stefan Vock Bass erfahren. Denn sowohl die Solo-Stellen, die kräftig-warme Bass-Stimme von Stefan Vock beim berühmten „Tuba mirum“, die „kleinen“ Sopran-Solo Einschübe von Maria C. Schmid im ersten und letzten Satz, als auch die grandiose Verschmelzung der vier Solisten-Stimmen im „Recordare“ und „Benedictus“ zeigten anschaulich das grosse Können der Solisten und liessen keinen Konzertbesucher unberührt. Das Barockorchester St. Georg mit Mitgliedern von La Scintilla der Oper Zürich unter Susanne von Bausznern als Konzertmeisterin „begleitete“ Solisten und Chor stilsicher im furiosen „Dies irae“, im berührend innigen „Lacrimosa“ oder dem strahlenden „Sanctus“.

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