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Tag: sakral

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Konzert „Frieden und Licht“ 2026


Chorkonzert für den Frieden

Seit nunmehr vier Jahren tobt der grausame Krieg in der Ukraine, bei dem es dem russischen Regime um nichts Geringeres als der Auslöschung der ukrainischen Identität zu gehen scheint. Es obliegt uns, den betroffenen Menschen nicht nur in materiellen Belangen, sondern auch in ihrer seelischen Not beizustehen: Aus dieser Idee heraus sind 2024 die «Licht und Frieden»-Konzerte des Vokalensembles «Ensemble Bleu» entstanden, in denen gemeinsam mit einem ukrainischen Partnerchor Kompositionen aus der Ukraine und aus Westeuropa erklingen. Für die diesjährige Ausgabe des Konzertes arbeitet das Ensemble Bleu mit dem ukrainisch-schweizerischen Chor Creatones zusammen. In zwei Konzerten, am 1. März in der Zürcher Predigerkirche und am  8. März in der Katholischen Kirche Küsnacht, erklingen Werke von Hanna Havrylets, Roman Hurko, Boris Berezovskij, Joseph Rheinberger und Ola Gjeilo. Die Leitung teilen sich Anastasiia Shchyrba (Creatones) und Joachim Schwander (Ensemble Bleu). Der Erlös beider Konzerte kommt Hilfswerken in der Ukraine zugute. Billette für das Konzert in Zürich sind auf eventfrog.ch oder an der Abendkasse erhältlich, für das Küsnachter Konzert können via die Website www.musik-st-georg.ch Plätze reserviert werden.

Sonntag, 1. März, 17.00 Predigerkirche Zürich, Chorkonzert «Licht und Frieden»

Sonntag, 8. März 17.00 Katholische Kirche Küsnacht, Chorkonzert «Licht und Frieden»

Vokalensemble «Ensemble Bleu» und Chor «Creatones»

Eindrücke aus der Probe vom 21. Februar

Eine Rückschau auf die 2. Ausgabe von „Licht und Frieden“ 2025 finden Sie hier

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Rückschau „Licht und Frieden“ 2025


Am Sonntag, 2. März ging die zweite Ausgabe des 2024 so erfolgreichen Benefizkonzertes „Frieden und Licht“ in der Zürcher Predigerkirche über die Bühne. Verstärkt durch zahlreiche Zuzüger und Zuzügerinnen, darunter fünf Mitglieder des ukrainischen Chors „Perespiv“, präsentierte unser Vokalensemble ein Programm mit Werken von D. Bortnjanski, A. Pärt, H. Havrylets, M. Leontovych, O. Gjeilo und G. Deák-Bardos.

Dazwischen sangen die Frauen von Perespiv Arrangements traditioneller ukrainischer Lieder, angeleitet von Zoryana Mazko und begleitet am Klavier durch Tetiana Lomaka. Das Publikum in der sehr gut besuchten Predigerkirche zeigte sich sehr begeistert, und dank der grosszügigen Deckung der Unkosten durch die katholische Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach können nun CHF 8188 in die Ukraine gespendet werden. Das Geld wird diversen Musikschulen zugute kommen, deren Aktivitäten durch das Kriegsgeschehen zum Teil völlig zum Erliegen gekommen sind. Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten, die vor und hinter den Kulissen geholfen haben, dieses wunderschöne Konzert möglich zu machen.

Perespiv mit der Solistin Anastasiia Khilko

Einen Eindruck vom Konzert vermittelt die Rezension der Besucherin Christine de Palézieux:

Als Zeichen für den Frieden und Aufruf zur Solidarität und Verbundenheit, veranstalteten die Chören Ensemble Bleu (Leitung Joachim Schwander) und Perespiv (Leitung Zoryana Mazko) ein wahrlich berührendes Konzert. Zum Auftakt wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer eingestimmt mit Arvo Pärts zarten Klängen voller nachdenklicher Ruhe, Licht und Wärme. The Deer’s Cry’s sanften Töne füllten Schiff und Kuppel der zürcher Predigerkirche und versetzten die Menschen in andächtige Stille. Mit der Rede des Organisators, Jean-Daniel Fivaz, wurde das Publikum daran erinnert, wie lange sich der Krieg in der Ukraine hinzieht, daran, dass Menschen Not und Leid ertragen müssen, und wie sich Männer und Frauen verschiedenster Herkunft trotz all dem Gram auf Erden auf liebevolle Art verbinden, und Mut und Kraft im gemeinsamen Musizieren schöpfen, wie dieses Konzert zeigte.

Ein ausgewogenes Wechselspiel zwischen den beiden Chören überzeugte den Zuhörer in Klang und Charakter für die gesamte Zeit des Konzerts. Die Frauen von Perespiv sangen mit Leidenschaft arrangierte ukrainische Volkslieder und nahmen das Publikum mit viel Elan mit auf die Reise in ihre folklorischen Klangwelten. Das Ensemble Bleu umsäumte Perespivs volkstümlichen Gesang mit sorgfältig ausgewählten Werken wie The Reproaches von Colin Mawby, Eli-Eli von György Deàk-Bàrdos, Tropar von Hanna Havryletz oder Svite Tichijn von Roman Hurko. Es gelang den Chören eindrücklich, die Zuhörer zu verzaubern. Perespivs leidenschaftliche Präsenz im Wechselspiel mit der anspruchsvoller Musik vom klassischen Ensemble, die durch Präzision und gekonnt eingesetzten piani und fortissimi im Gesang glänzte, wurden auf höchstem Niveau vorgetragen.

Ein Konzert, das in Herz und Seele drang und Licht und Frieden verströmte. Perespivs Gesang überzeugte durch seinen Charme und strahlte irdische Natürlichkeit und Lebensfreude aus. Die Klänge des Ensemble Bleu füllten die Kriche, zogen wie zarte Schleier in sanften Schwaden zur Kuppel und darüber hinaus. Sie schienen keine Grenzen zu kennen und den Himmel zu berühren, so dass zuweilen der Eindruck entstand, es würden Engel den Menschen auf der Welt mit einem himmlischen Lied begegnen, sie in Not und Leid trösten und in eine Liebe einbetten, die, jenseits des weltlichen Hasses und der Missgunst, alle Menschen vereint. Das Programm schloss das Ensemble Bleu sinnbildlich mit Arvo Pärts lateinischem Gebet Da pacem Domine und als Zugabe durfte auch Leontovychs berühmtes Schchedryk nicht fehlen, mit beiden Chören auf der Bühne. Das Konzert versprach nicht nur Licht und Frieden, sondern füllte den Raum damit. Das Publikum würdigte dies mit stehenden Ovationen.

Zugabe „Schtschedryk“ mit beiden Chören, Ltg. Tetiana Lomaka

Höreindrücke

D. Bortnjanski, Concerto 24 (Ensemble Bleu + Perespiv)

Ya Pidu v daleki hory + Oj versche (Perespiv)

G. Deák-Bardos, Eli Eli (Ensemble Bleu)

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